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    J. S. Bach: Das Wohltemperierte Klavier (Teil I)Präludium und Fuge C-Dur, BWV 846Präludium und Fuge c-Moll, 847Präludium und Fuge Cis-Dur, BWV 848Präludium und Fuge cis-Moll, BWV 849Präludium und Fuge D-Dur, BWV 850Präludium und Fuge d-Moll, BWV 851Präludium und Fuge Es-Dur, BWV 852Präludium und Fuge es-Moll, BWV 853Präludium und Fuge E-Dur, BWV 854Präludium und Fuge e-Moll, 855Präludium und Fuge F-Dur, BWV 856Präludium und Fuge f-Moll, BWV 857Präludium und Fuge Fis-Dur, BWV 858Präludium und Fuge fis-Moll, BWV 859Präludium und Fuge G-Dur, BWV 860Präludium und Fuge g-Moll, BWV 861Präludium und Fuge As-Dur, BWV 862Präludium und Fuge gis-Moll, BWV 863Präludium und Fuge A-Dur, BWV 864Präludium und Fuge a-Moll, BWV 865Präludium und Fuge B-Dur, BWV 866Präludium und Fuge b-Moll, BWV 867Präludium und Fuge H-Dur, BWV 868Präludium und Fuge h-Moll, BWV 869Der spanisch-deutsche Pianist Alfonso Gómez bekam im Alter von fünf Jahren seinen ersten Klavierunterricht. Er studierte am Konservatorium ?Jesús Guridi? in Vitoria-Gasteiz bei Albert Nieto und schloss mit Auszeichnung ab. Er setzte sein Studium als Stipendiat des Baskenlandes am Rotterdam Conservatorium? in den Niederlanden bei Aquiles Delle-Vigne, einem Schüler von Claudio Arrau, fort. Schließlich absolvierte ein Solistenstudium an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Dr. Tibor Szász, das er ebenfalls mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse bei Vitali Margulis, Jaques Rouvier, Éric Haedsieck, Jan Wijn und Galina Egiazarova sowie Kammermusikunterrichtbei Rainer Kussmaul, JörgWidmann, Jean-Jacques Kantorow, Donald Weilerstein und Juanjo Mena waren ebenfalls sehr prägend. Alfonso Gómez konzertierte und konzertiert regelmäßig in Spanien, Frankreich, Holland, Belgien, Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, der Ukraine, USA, Kanada, Mexiko, Taiwan und Südkorea. Als Solist trat er mit Orchestern wie dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, Euro-Asian Philharmonic, Baskischen National Orchester, Homburger Sinfonieorchester, Bilbao Sinfonieorchester, Orquesta Sinfónica Europea, Rotterdam Young Philharmonic, Orkest van Utrecht, Aita Donosti Kammerorchester, Gyeonggi Philharmonic und Incheon Philharmonic unter der Leitung von Hans Graf, Roy Goodman, Juanjo Mena, Jurjen Hempel, Nanse Gum, John Kaell und Ernest Martínez-Izquierdo auf. Bei elf nationalen und internationalen Wettbewerben wurde er mit Preisen ausgezeichnet. Erste Preise gewann er beim ?Jean Françaix Wettbewerb? in Paris, dem ?Alter Musici Wettbewerb? in Cartagena, Spanien, dem ?Erasmus Kamermuziek Prijs Wettbewerb? in Rotterdam und dem ?Gerardo Diego Wettbewerb? in Soria, Spanien.Sein umfangreiches Repertoire reicht von Johann Sebastian Bach bis hin zur zeitgenössischen Musik. Zahlreiche Klavierwerke sind ihm gewidmet und von ihm uraufgeführt worden. Zehn CDs hat er bis dato bei den Plattenfirmen Erol, Ad Libitum, Sinkro Records, Coviello Classic, Orpheus und KAIROS eingespielt. Einspielungen und Aufführungen von ihm wurden in Europa und Asien durch Radio und Fernsehen gesendet und seine CD Ramón Lazkano, piano works (KAIROS) wurde mit dem Grand Prix du Disque Musique Contemporaine de l´académie Charles Cros 2019 ausgezeichnet. Alfonso Gómez ist Professor für Klavier mit Schwerpunkt Neue Musik an der Hochschule für Musik Freiburg und Dozent an der HMDK Stuttgart.
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    Nach zwei Jahren Corona-bedingter Pause findet in diesem Jahr wieder eine Früh-jahrs-Edition des LEV NATOCHENNY Piano Festivals in Bad Homburg statt. Im Rahmen einer Kurzausgabe des Festivals präsentieren junge Nachwuchspianisten beim Galakonzert der Meisterklasse von Prof. Dr. Lev Natochenny am 24. April um 18 Uhr im Kulturzentrum Englische Kirche ein gleichwohl anspruchsvolles wie fas-zinierendes Programm. Freunde großartiger und hinreißender Klaviermusik wie auch alle, die sich gerne einfach dem Zauber des Klaviers hingeben, können die drei außergewöhnlichen pianistischen Talente aus den Reihen der Studierenden des Professors Nuron Mukumi, Alexander Preiss und Oscar Paz-Suaznabar erle-ben. Sie spielen u.a. Werke von Chopin, Liszt und Tschaikowsky.Der 25 Jahre junge Nuron Mukumi begann seine pianistische Ausbildung mit fünf Jahren und schon früh gewann er zahlreiche erste Preise bei internationalen Kla-vierwettbewerben. Im Alter von sieben Jahren erhielt er zusätzlich eine dirigentische Ausbildung und spielte bereits ein Jahr später gemeinsam mit dem Nationalen Sin-fonieorchester Usbekistan Mozarts d Moll Klavierkonzert, bei dem er gleichzeitig di-rigierte. Es schloss sich ab 2007 ein Studium an der Purcell School in London an bevor er 2010 in die Meisterklasse von Lev Natochenny aufgenommen wurde. Nuron Mukumi konzertierte u.a. im Mariinsky Theater St. Petersburg, in der Royal Academy Hall in London und in der Alten Oper Frankfurt. 2007 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Mozart-Wettbewerb in Rom und ein Jahr darauf den 1. Preis beim Wettbewerb für zeitgenössische Musik in der Schweiz. Alexander Preiss begann seine pianistische Ausbildung im Alter von acht Jahren als bereits sein außergewöhnliches Talent in Erscheinung trat. Dies bestätigte sich in der Folgezeit sowohl bei vielen Konzertauftritten u.a. in Frankfurt, Florenz, Rom, Salzburg und Berlin als auch durch zahlreiche erste Preise bei deutschen und in-ternationalen Klavierwettbewerben. 2012 begann er seine weiterführende Ausbil-dung bei Prof. Dr. Lev Natochenny in Frankfurt. 2016 wurde der heute 22-Jährige in die Meisterklasse Lev Natochenny aufgenommen, in der er bereits vielfach Konzer-te absolvierte u.a. bei den Galakonzerten des Lev Natochenny Piano Festivals 2017-2021 in Bad Homburg. Seit 2016 studiert Alexander Preiss an der Kalaidos Musikhochschule in der Schweiz in der Klasse von Prof. Dr. Lev Natochenny. Pres-se und Medien in Deutschland und international lobten die ?einfühlsamen und dif-ferenzierten Interpretationen? wie auch die ?gefühlvolle Eleganz?, mit der er stets sein Publikum berührt. Der aus den USA stammende und mit 17 Jahren jüngste Teilnehmer des Piano Festivals Oscar Paz-Suaznabar begann mit dem Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren und wurde bereits bei zahlreichen Wettbewerben ausgezeichnet. So erhielt er u.a. 2015 den ersten Preis der Kaufman International Youth Competition in New York und 2016 den Grand Prix der Chopin International Competition in Connecticut. Weitere Preise folgten z.B. in der Asian American Music Society Junior Competition oder dem Steinway Wettbewerb (beide in Washington). Oscar Paz-Suaznabar studiert seit 2020 bei Prof. Dr. Lev Natochenny.Als einer der weltweit renommiertesten und erfolgreichsten Professoren für die Ausbildung außergewöhnlicher und einzigartiger pianistischer Talente vereint Prof. Dr. Lev Natochenny wie kein anderer die Kompetenz musikalischer und künstleri-scher Weltklasse mit der Fähigkeit, die Individualität und Persönlichkeit herausra-gender Pianistinnen und Pianisten zu fördern und sie damit auf eine internationale Laufbahn vorzubereiten. Seine Meisterklassen bringen regelmäßig Künstlerpersön-lichkeiten der internationalen Spitzenklasse hervor, die ihm ihren Karrierestart ver-danken und Kritiker und Fachpresse loben ihn als ?künstlerisches Genie? und ?Meistermacher?. Unter seinen Studenten befinden sich mittlerweile mehr als 50 Preisträger nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe, der viermalige ?ECHO Klassik?? Gewinner und ?Shooting-Star? Martin Stadtfeld sowie der zweima-lige ?ECHO Klassik? ? Preisträger Dirk Mommertz (u.a. Fauré Quartett).Das LEV NATOCHENNY Piano Festival und alle Konzerte werden gemeinsam durch den Magistrat der Stadt Bad Homburg v.d.H. und das LEV NATOCHENNY International Piano Institute in Bad Homburg veranstaltet, welches durch Prof. Natochenny ins Leben gerufen wurde und dessen künstlerische Leitung er selbst inne hat (weitere Informationen unter www.natochenny.de).
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    WICHTIGER HINWEIS:Bitte Informieren Sie sich kurzfristig über unsere geltenden Hygienebestimmungen, da es immer wieder zu Änderungen kommen kann. Die aktuellen Regeln finden Sie hier: https://www.ufafabrik.de/de/19429/hygieneregeln-im-veranstaltungsbetrieb.html?Monk, Mingus und Roland Kirk waren radikale Individualisten, sie waren Sprachsuchende, die Schwierigkeiten mit verbaler Kommunikation hatten.Ich habe die Nähe zur Sprache und die Sehnsucht nach Musik.? (August Zirner)Diagnose: Jazz ist der Titel des musikalisch-literarischen Bühnenprogramms, zu dem sich der Grimme-Preisträger August Zirner (Die Fälscher) und das Essener Trio Spardosen-Terzett zusammengefunden haben. Gemeinsam spüren sie den Jazz-Legenden Thelonious Monk, Charles Mingus und Rahsaan Roland Kirk nach. Drei radikale Individualisten und ausgegrenzte Gestalten, die abseits der Bühne nur zu einer gebrochenen, unvollkommenen, disharmonischen Kommunikation fähig waren: autistisch der eine (Monk), blind und krank der andere (Kirk), gewaltig und unersättlich der dritte (Mingus).Anhand von literarischen Skizzen, die August Zirner aus biographischen Quellen (siehe unten) und Liner Notes zusammengestellt hat, erkundet der Schauspieler die Nahtstellen zwischen Sprache, Musik und Leben der drei Jazzmusiker. ?Diagnose: Jazz? gewährt aber auch Einblicke in eine soziale Wirklichkeit der 50er Jahre, die von Gewalt, Rassismus und dem starken Wunsch nach Erlösung geprägt ist. Da ist zum Beispiel die Geschichte eines Messers und Feuerwehrbeils in einem Konzert, die Duke Ellington dazu veranlasste, Charles Mingus zu kündigen. Oder Polizisten, die Monks Finger auf das Übelste mit Knüppeln traktierten. Und die Legende, dass bei Mingus Tod, der mit 56 Jahren starb, 56 Wale an der Küste strandeten.Von diesen teils sehr komischen, teils ungeheuer tragischen Geschichten baut Zirner immer wieder Brücken zu den ?Bright Moments? des Programms, in denen das musikalische Werk der Künstler in wunderschönen Interpretationen gewürdigt wird. Mit großer Virtuosität und Spielfreude präsentiert das Spardosen-Terzett im schnellen Wechsel zwischen Songs und Textpassagen Klassiker wie Serenade to a Cuckoo (Kirk), Epistrophy (Monk) und Goodbye Pork Pie Hat (Mingus), begleitet von der ausdrucksvoll gespielten Querflöte August Zirners.In 90 bewegenden und mitreißenden Minuten (WR) gelingt Zirner und dem Spardosen-Terzett eine perfekt inszenierte Geschichte des Jazz in Wort und Musik.August Zirner:August Zirner wurde 1956 als Sohn österreichischer Emigranten in Illinois (USA) geboren. Anfang der 1970er Jahre zog es ihn nach Europa, in Wien, der Heimatstadt seiner Familie, wurde er Student am legendären Max-Reinhardt-Seminar. Nach seinem Abschluss folgten Engagements am Volkstheater Wien, in Hannover, Wiesbaden und am Wiener Burgtheater. Von 1980 bis 1988 war er Ensemblemitglied der Münchner Kammerspiele.In seiner bespiellosen Theaterkarriere spielte er unter allen bedeuten Regisseuren unserer Zeit: bei den Wiener Festwochen in ?Die Ähnlichen? unter Peter Stein, bei den Inszenierungen ?Auf dem Lande? in der Regie von Luc Bondy am Züricher Schauspielhaus sowie in ?Wesele? in der Regie von Andrzej Wajda bei den Salzburger Festspielen. Seit der Spielzeit 2011/12 steht er auf der Bühne des Münchner Residenztheaters. Auch die Kino-Karriere von August Zirner weist große Produktionen und Regisseure auf. Er spielte in ?Das Versprechen? in der Regie von Margarethe von Trotta und ?Stadtgespräch? in der Regie von Rainer Kaufmann. In ?Tara Road? (Regie Gillies MacKinnon) war er 2005 an der Seite von Hollywood-Star Andy McDowell auf der Leinwand zu sehen.Der Kino-Film ?Die Fälscher? von Stefan Ruzowitzky, an welchem er beteiligt war, erhielt 2008 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Für den Film ?Wut? (Regie Züli Alada) wurde August Zirner im Jahr 2007 mit dem Grimme-Preis als bester Schauspieler ausgezeichnet.August Zirner gilt als ausgesprochen vielseitig und facettenreich. Der Schauspieler mit österreichischem und amerikanischem Pass ist aus der deutschen Film- und Theaterlandschaft nicht mehr wegzudenken, ob er nun am Münchner Volkstheater in der Titelrolle von Lessings ?Nathan der Weise? Erfolge feiert oder ob er an der Seite von Daniel Brühl und Emma Watson für den Hollywood-Film ?Colonia Dignidad? vor der Kamera stand ?Das Spardosen TerzettDas Spardosen-Terzett aus Essen gründete sich 1989, zunächst um Straßenmusik zu spielen. Von dort aus führten Engagements die Band über private Veranstaltungen hin zu den großen Kulturbühnen des deutschsprachigen Raums. Mit dem Satiriker Wiglaf Droste tourten sie über 10 Jahre lang, produzierten zahlreiche CDs, unter anderem mit den Gästen Katharina Thalbach und Till Brönner. Für den Freisinger Theatersommer komponierten und spielten sie die Musik zu ?Leonce und Lena?,im Musiktheater Gelsenkirchen waren sie die Band für ?Piaf, ein Leben in Liedern?.Darüber hinaus konzertierte das Spardosen-Terzett unter anderem mit Ina Müller, Dietmar Wischmeyer, Stephan Sulke, Helge Schneider, Kai Magnus Sting und Thomas Quasthoff, der sie in ?Die Zeit? als ?größte kleine Kapelle der Republik? bezeichnete.Im Essener Grillo Theater hatten die drei Musiker die Veranstaltungsreihe ?Neues aus Vogelheim?, bei der sie ihre eigenen humoristischen Lieder vortrugen und wechselnde Gäste einluden. Einer davon war August Zirner, mit dem sie später die Programme ?Diagnose Jazz? sowie ?Frankenstein? kreierten.Der Name der Band rührt von der Essener Kneipe ?zur Spardose? in der die Musiker in den Anfangszeiten häufig pausierten und sich durch die Namensgebung ?das Spardosen-Terzett? ein Engagement erhofften, was sich aber nie erfüllt hat.Rainer Lipski: PianoMickey Neher: SchlagzeugKai Uwe Struwe: Kontrabass, E-Bass
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    Historisch informiert spielenWas das Spielen von Musik wirklich zu Musik macht, lässt sich kaum schriftlich ausdrücken. Je älter ein Werk ist, desto größer ist die Differenz zwischen dem Notentext und der Ausführung, die dem Komponisten vorschwebte - die Musiker von früher kannten Konnotationen, die uns heute ferngerückt sind; sie lasen im Notentext, was wir heute erst wieder erschließen müssen.Johan van Beek zeigt anhand zahlreicher Quellen (z. B. Kommentaren von Komponisten) und musikalischer Werke, wie der jeweilige Notentext interpretiert und in eine lebendige Tonsprache verwandelt werden kann. Agogik etwa war weniger ein subjektiver Zusatz des Pianisten zur Musik, sondern sie diente dazu, den musikalischen Zusammenhang zur Geltung zu bringen.- Werke der Wiener Klassik und des 19. Jahrhunderts historisch informiert spielen- Zentrale Themen: Inégalité, Tempo rubato, Legato, ungedämpftes Register, Ornamente- Praxisnah mit über 200 NotenbeispielenDer AutorJohan van Beek studierte Klavier in Amsterdam und Wien, darüber hinaus aber auch Cembalo und Alte Musik. Er konzertierte als Solist und Kammermusiker in mehreren europäischen Ländern. Zudem war er über 25 Jahre lang, bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000, als Professor an der Musikhochschule Trossingen tätig.
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    Die italienische Zeitung La Repubblica nennt ihn den vielleicht "begabtesten Bach-Pianisten" Italiens, international konzertierte Andrea Bacchetti bereits auf den größten Klassikbühnen dieser Welt.Wenn Bacchetti über Bach spricht, dann nennt er dessen Musik "sein Leben, seinen Tag und seine Nacht". Kaum einem Pianisten gelingt es, Bachs Musik derartig modern und präzise zu lesen wie dem Interpreten aus Genua. Auf seiner neuesten Veröffentlichung hat er sich nun dem Zweiten Teil von Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier gewidmet und damit einem der Schlüsselwerke der Barock-Ära, auf deren Musik Bacchetti seit Jahren spezialisiert ist. So gewann seine Einspielung mit unveröffentlichten Scarlatti-Sonaten beispielsweise den ICMA.Bacchetti versteht es auch in dieser Einspielung, Bachs musikalischen Mikrokosmos mit der nötigen Schärfe zu versehen und so einen Zyklus zu vollenden, der in seiner Interpretation aufhorchen lässt.CD 1: Preludes & Fugues Nos. 1-12, BWV 870-881CD 2:Preludes & Fugues Nos. 13-24, BWV 882-893ANDREA BACCHETTISchon in jungen Jahren zeigte er eine außergewöhnliche Affi nität zur Musik und ließ sich von Karajan, Magaloff, Berio und Horzszowsky beraten. Er debütierte im Alter von 11 Jahren in Mailand mit den Solisti Veneti unter der Leitung von C. Scimone und begann eine prestigeträchtige internationale Karriere als Gast bei bedeutenden Festivals (Luzern, Salzburg, Toulouse, Warschau, Ravenna usw.) und Musikzentren, darunter das Konzerthaus in Berlin, das Auditorium Nacional in Madrid, das Bunka Kaikan in Tokio, die Staatliche Philharmonie Moskau, der Salle Pleyel in Paris und das Gewandhaus in Leipzig. Er spielt mit einigen der größten Orchester der Welt und für die wichtigsten italienischen Konzertvereinigungen, unter der Leitung von großen Dirigenten wie Luisi, Flor, Baumgartner, Urbansky, Chung, Frantz, Lü Ja und anderen.
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    Solistin: Claire Huangci, KlavierDirirgent: Howard GriffithsProgramm: Carl Maria v. Weber Ouvertüre zum Singspiel »Abu Hassan«,Edvard Grieg Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16,Franz Schubert, Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200Die Stuttgarter Philharmoniker lassen ihr Publikum glänzend einstudierte Konzerte erleben. Gemeinsam mit Claire Huangci, die Solistin am Klavier und Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018 eröffnet ein hochkarätiger Konzertabend die Spielzeit 2022/2023. Mit Howard Griffiths, einem weltweit engagierten Dirigenten, wird ein Programm präsentiert, das umfassend als »Ostprogramm« betitelt werden kann.Die Komposition an seinem Singspiel »Abu Hassan« nach einer Geschichte aus »1001 Nacht« begann Carl Maria v. Weber im Sommer 1810. Verwicklungen in einer Korruptionsaffäre liesen ihn das Stück hochverschuldet im August mit dem »Chor der Gläubiger« anfangen. Abgeschlossen wurde die Komposition im Januar 1811 mit der spritzigen, »türkischen« Ouvertüre. Sein einziges Klavierkonzert komponierte Edvard Grieg 1868 im Alter von 25 Jahren. Während seines Leipziger Musikstudiums hatte er Clara Schumann das Klavierkonzert ihres verstorbenen Mannes spielen gehört. Für den tief beeindruckten Grieg diente es als Modell für sein eigenes Werk, und doch ist der eigene musikalische Charakter des jungen Komponisten unüberhörbar. Der Erfolg der Uraufführung ist dem Stück seither treu geblieben. Seine dritte Sinfonie schrieb Franz Schubert im Alter von 18 Jahren. Das Orchesterwerk entstand in neun Tagen für ein Wiener Liebhaberorchester, in dem Schubert als Bratschist mitwirkte. Die erste öffentliche Aufführung fand erst 1881 statt! Heute gilt Schuberts Dritte mit ihrem bezaubernden Beginn, anmutig schlichten Andante und launigen Finale als sein Durchbruch zur eigenständigen Sinfonik.Die junge Pianistin Claire Huangci, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch »glitzernde Virtuosität, gestalteri-sche Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie« (Salzburger Nachrichten) in den Bann. Von einem unbändigen Forschergeist beseelt beweist sie ihre Wandlungsfähigkeit mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire von Bach und Scarlatti über die deutsche und russische Romantik bis hin zu Bernstein, Gulda oder Corigliano.In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester konzertierte Claire Huangci be-reits in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, der Suntory Hall Toky-o, dem NCPA Beijing, der Philharmonie de Paris, dem Gasteig München, dem Gewandhaus Leipzig, der Elbphilharmonie Hamburg und der Franz Liszt Akademie Budapest sowie auf renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Verbier Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival oder dem Klavierfestival Ruhr. Or-chester wie das Mozarteum-orchester Salzburg, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das Tonhalle-Orchester Zürich, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das China Phil-harmonic Orchestra und das Vancouver Symphony Orchestra, sowie Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Eva Ollikainen, Mario Venzago, Cornelius Meister und Elim Chan zählten dabei zu ihren geschätzten Partnern.Zum Saisonstart 2020/21 beeindruckte sie durch ihre packende Interpretation der Liszt-schen Transkription von Beethovens 6. Symphonie, die sie anlässlich des Beethoven¬jahres vielerorts aufführte, unter anderem für das Rheingau Musikfestival in dessen Zusammen-arbeit mit der Streamingplattform MagentaMusik 360 sowie beim Klavierfestival Ruhr, wo sie das Werk mit der 7. Symphonie paarte. Nach Auftritten im Klavierduo mit Alexei Vo-lodin an der Elbphilharmonie Hamburg sowie mit ihrem Trio Machiavelli anlässlich dessen neuer CD ist ein Highlight im Herbst 2020 ihre Rezitaltournee durch die Großen Säle des Wiener Konzerthauses, der Berliner Philharmonie sowie der Elbphilharmonie Hamburg. Ein wichtiges Rezital-Debüt steht zudem im Frühjahr in ihrer Heimat in der »Great Performers Series« am Lincoln Center New York an. Orchester¬engagements führen sie unter anderem zur Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken, dem Museumsorchester Frankfurt und zum Slovak Philharmonic Orchestra. Das Nordic Chamber Orchestra leitet sie vom Klavier aus mit Konzerten von Mozart und Chopin.Gestartet hatte Claire Huangci ihre internationale Karriere bereits im Alter von neun Jahren mit Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen. Wichtige Impulse erhielt sie von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi nach Hannover wechselte. Besonders als aus-drucksstarke Chopin-Interpretin fiel sie zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn auf, nicht zuletzt durch erste Preise bei den Chopin-Wettbewerben in Darmstadt und Miami (2009/2010). Zudem gewann sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationa-len ARD Musikwettbewerb 2011.Nach der Debüt-CD mit Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew und einem Doppel-album mit Scarlatti-Sonaten (Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie »Editor´s Choice« des Magazins Gramophone) erschienen 2017 Claire Huangcis vielgelobte Einspie-lung der Nocturnes von Chopin und 2018 die kompletten Préludes von Sergej Rachmani-now. Auf Aufnahmen von Beethovens Violinkonzert in der Klavierfassung sowie der Fanta-sie für Klavier und Orchester von Schubert/Kabalewski mit dem RSO Wien folgte im Herbst 2019 ihr Orchester-Album mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken unter Shiyeon Sung, eine Einspielung der frühen Klavierkonzerte von Chopin und Paderewski. Im Sommer 2020 legte sie mit ihrem Trio Machiavelli ihr erstes Kammermusikalbum mit In-terpretationen von Ravels Klaviertrio sowie Chaussons Klavierquartett vor: »eine insge-samt beglückende Neuaufnahme (...) herrlich transparent, zugleich expressiv.« (BR Klassik). / Saison 2020/2021Howard Griffiths wurde in England geboren und studierte am Royal College of Music in London. Seit 1981 lebt er in der Schweiz. Von 1996 bis 2006 war Howard Griffiths Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters, dessen lange und ausgezeichnete Tradition er in jeder Beziehung erfolgreich weiter geführt hat. Dazu gehörten auch ausgedehnte Tourneen in Europa, den USA und China. Publikum und Presse haben auf diese Zusammenarbeit sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland begeistert reagiert.Von 2007 bis 2018 war Howard Griffiths Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt. Sein Saisonstart wurde 2007 von der Presse begeistert aufgenommen: «Gleich machte Howard Griffiths klar, wohin die Reise mit ihm und dem Staatsorchester gehen wird: zu Leichtigkeit, Lockerheit und Transparenz ... neben aller gefühlvollen Intensität und ausdrucksvoller Schlichtheit wurden plötzlich Feinheiten und thematische Entwicklungen hörbar, die sonst im klangsüffigen Notenmeer untergehen würden. Das macht neugierig nach weiteren Griffiths´schen Repertoire-Offenbarungen.» (MOZ)Daneben ist er weltweit als Gastdirigent mit vielen führenden Orchestern aufgetreten dazu gehören das Royal Philharmonic Orchestra London, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre National de France, das Tschaikowsky Sinfonieorchester des Moskauer Rundfunks, das Israel Philharmonic Orchestra, das Orchestra of the Age of Enlightenment, die Warschauer Philharmonie, das Sinfonieorchester Basel, die London Mozart Players, das Orquesta Nacional de España, Taipei Symphony Orchestra, verschiedene Rundfunkorchester in Deutschland (das Orchester des NDR, die Radiophilharmonie Hannover, das Sinfonieorchester des WDR, das hr-Sinfonieorchester, die Deutsche Radio Philharmonie), das Polnische Kammerorchester sowie das English Chamber Orchestra und die Northern Sinfonia.Howard Griffiths engagiert sich auch regelmässig für zeitgenössische Musik. So leitete er mit dem Collegium Novum Zürich die schweizerische Erstaufführung von Hans Werner Henzes Requiem im Beisein des Komponisten und arbeitete eng mit Komponistinnen und Komponisten wie Sofia Gubaidulina, George Crumb, Arvo Pärt und Mauricio Kagel zusammen.Howard Griffiths ist immer wieder für neue, aussergewöhnliche Projekte zu begeistern: Er führte mit dem Sinfonieorchester Basel Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die «Sinfonie der Tausend», mit über tausend Mitwirkenden auf zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester (ZKO) entstanden erfolgreiche Crossover-Projekte etwa mit Giora Feidman, Roby Lakatos, Burhan Öcal oder Abdullah Ibrahim mit grossem Erfolg dirigierte er ebenfalls mit dem ZKO die Original-Musik zu Filmen von Charles Chaplin live zur Film-Projektion auf Grossleinwand.Mehr als hundert CD-Aufnahmen bei verschiedenen Labels (Warner, Universal, cpo, Sony, Koch u.a.) zeugen von Howard Griffiths´ breitem künstlerischen Spektrum. Sie enthalten zum Beispiel Werke von zeitgenössischen schweizerischen und türkischen Komponisten sowie Ersteinspielungen von wieder entdeckter Musik aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Dazu zählen auch mehr als 40 Sinfonien von Zeitgenossen Beethovens und der früher Romantiker. Seine Aufnahmen aller acht Sinfonien des Beethoven-Schülers Ferdinand Ries haben von der Kritik weltweit grosses Lob erhalten. Die Leserschaft der englischen Zeitschrift «Classic CD» wählte Griffiths´ Einspielung von Werken von Gerald Finzi als «Klassik-CD des Jahres» in dieser Kategorie. Grosses Lob erhielt auch die Einspielung aller vier Brahms-Sinfonien: « ... herausgekommen ist eine aufregend pulsierende Wiedergabe der Sinfonien ... Solche Höhenflüge sind allerdings nur mit einem Klangkörper möglich, der auf höchstem Niveau musiziert und auf Vertrauensbasis mit dem Dirigenten steht. Beides trifft auf das exzellente, hoch motivierte Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt zu.» (radioswissclassic)Howard Griffiths musiziert mit zahlreichen renommierten Künstlerinnen und Künstlern, wie unter anderem mit Maurice André, Kathleen Battle, Joshua Bell, Rudolf Buchbinder, Augustin Dumay, Sir James Galway, Bruno Leonardo Gelber, Evelyn Glennie, Edita Gruberova, Mischa Maisky, Olli Mustonen, Güher und Süher Pekinel, Mikhail Pletnev, Julian Rachlin, Vadim Repin, Maria João Pires, Fazil Say, Gil Shaham und Thomas Zehetmair.Abgesehen von der Zusammenarbeit mit renommierten Solisten und Orchestern ist Howard Griffiths äusserst engagiert in der Unterstützung und Förderung junger Musikerinnen und Musiker. Dies spiegelt sich in seiner Tätigkeit bei der Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solistinnen und Solisten wider, deren künstlerischer Leiter er seit 2000 ist. Darüber hinaus setzt er sich besonders für die Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche ein: Während seiner Tätigkeit als künstlerischer Leiter des Brandenburgischen Staatsorchesters war er Initiator umfangreicher Education-Projekte mit jährlich mehreren hundert Schülern - dafür erhielt das Orchester in diesem Jahr den Sonderpreis der deutschen Orchesterstiftung «Innovatives Orchester». Daneben hat er zusammen mit dem Schweizer Hug-Verlag bereits drei erfolgreiche Musikbücher für Kinder geschrieben: «Die Hexe und der Maestro», «Die Orchestermäuse» sowie «Das fliegende Orchester», die jeweils mit der CD der Konzertfassung mit Sprecher erschienen sind und alle drei ausgezeichnet wurden.In der jährlichen «New Year´s Honours List», die Queen Elizabeth II jeweils zum Neujahrstag bekannt gibt, wurde Howard Griffiths 2006 wegen seiner Verdienste um das Musikleben in der Schweiz zum «Member of the British Empire» (MBE) ernannt.
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    Solistin: Claire Huangci, KlavierDirirgent: Howard GriffithsProgramm: Carl Maria v. Weber Ouvertüre zum Singspiel »Abu Hassan«,Edvard Grieg Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16,Franz Schubert, Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200Die Stuttgarter Philharmoniker lassen ihr Publikum glänzend einstudierte Konzerte erleben. Gemeinsam mit Claire Huangci, die Solistin am Klavier und Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018 eröffnet ein hochkarätiger Konzertabend die Spielzeit 2022/2023. Mit Howard Griffiths, einem weltweit engagierten Dirigenten, wird ein Programm präsentiert, das umfassend als »Ostprogramm« betitelt werden kann.Die Komposition an seinem Singspiel »Abu Hassan« nach einer Geschichte aus »1001 Nacht« begann Carl Maria v. Weber im Sommer 1810. Verwicklungen in einer Korruptionsaffäre liesen ihn das Stück hochverschuldet im August mit dem »Chor der Gläubiger« anfangen. Abgeschlossen wurde die Komposition im Januar 1811 mit der spritzigen, »türkischen« Ouvertüre. Sein einziges Klavierkonzert komponierte Edvard Grieg 1868 im Alter von 25 Jahren. Während seines Leipziger Musikstudiums hatte er Clara Schumann das Klavierkonzert ihres verstorbenen Mannes spielen gehört. Für den tief beeindruckten Grieg diente es als Modell für sein eigenes Werk, und doch ist der eigene musikalische Charakter des jungen Komponisten unüberhörbar. Der Erfolg der Uraufführung ist dem Stück seither treu geblieben. Seine dritte Sinfonie schrieb Franz Schubert im Alter von 18 Jahren. Das Orchesterwerk entstand in neun Tagen für ein Wiener Liebhaberorchester, in dem Schubert als Bratschist mitwirkte. Die erste öffentliche Aufführung fand erst 1881 statt! Heute gilt Schuberts Dritte mit ihrem bezaubernden Beginn, anmutig schlichten Andante und launigen Finale als sein Durchbruch zur eigenständigen Sinfonik.Die junge Pianistin Claire Huangci, Gewinnerin des ersten Preises sowie des Mozartpreises beim Concours Géza Anda 2018, zieht ihr Publikum durch »glitzernde Virtuosität, gestalteri-sche Souveränität, hellwache Interaktion und feinsinnige Klangdramaturgie« (Salzburger Nachrichten) in den Bann. Von einem unbändigen Forschergeist beseelt beweist sie ihre Wandlungsfähigkeit mit einem ungewöhnlich breiten Repertoire von Bach und Scarlatti über die deutsche und russische Romantik bis hin zu Bernstein, Gulda oder Corigliano.In Solorezitalen und als Partnerin internationaler Orchester konzertierte Claire Huangci be-reits in bedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, der Suntory Hall Toky-o, dem NCPA Beijing, der Philharmonie de Paris, dem Gasteig München, dem Gewandhaus Leipzig, der Elbphilharmonie Hamburg und der Franz Liszt Akademie Budapest sowie auf renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Verbier Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival oder dem Klavierfestival Ruhr. Or-chester wie das Mozarteum-orchester Salzburg, das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das Tonhalle-Orchester Zürich, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das China Phil-harmonic Orchestra und das Vancouver Symphony Orchestra, sowie Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Eva Ollikainen, Mario Venzago, Cornelius Meister und Elim Chan zählten dabei zu ihren geschätzten Partnern.Zum Saisonstart 2020/21 beeindruckte sie durch ihre packende Interpretation der Liszt-schen Transkription von Beethovens 6. Symphonie, die sie anlässlich des Beethoven¬jahres vielerorts aufführte, unter anderem für das Rheingau Musikfestival in dessen Zusammen-arbeit mit der Streamingplattform MagentaMusik 360 sowie beim Klavierfestival Ruhr, wo sie das Werk mit der 7. Symphonie paarte. Nach Auftritten im Klavierduo mit Alexei Vo-lodin an der Elbphilharmonie Hamburg sowie mit ihrem Trio Machiavelli anlässlich dessen neuer CD ist ein Highlight im Herbst 2020 ihre Rezitaltournee durch die Großen Säle des Wiener Konzerthauses, der Berliner Philharmonie sowie der Elbphilharmonie Hamburg. Ein wichtiges Rezital-Debüt steht zudem im Frühjahr in ihrer Heimat in der »Great Performers Series« am Lincoln Center New York an. Orchester¬engagements führen sie unter anderem zur Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken, dem Museumsorchester Frankfurt und zum Slovak Philharmonic Orchestra. Das Nordic Chamber Orchestra leitet sie vom Klavier aus mit Konzerten von Mozart und Chopin.Gestartet hatte Claire Huangci ihre internationale Karriere bereits im Alter von neun Jahren mit Konzertauftritten und Wettbewerbserfolgen. Wichtige Impulse erhielt sie von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am renommierten Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi nach Hannover wechselte. Besonders als aus-drucksstarke Chopin-Interpretin fiel sie zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn auf, nicht zuletzt durch erste Preise bei den Chopin-Wettbewerben in Darmstadt und Miami (2009/2010). Zudem gewann sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationa-len ARD Musikwettbewerb 2011.Nach der Debüt-CD mit Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew und einem Doppel-album mit Scarlatti-Sonaten (Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie »Editor´s Choice« des Magazins Gramophone) erschienen 2017 Claire Huangcis vielgelobte Einspie-lung der Nocturnes von Chopin und 2018 die kompletten Préludes von Sergej Rachmani-now. Auf Aufnahmen von Beethovens Violinkonzert in der Klavierfassung sowie der Fanta-sie für Klavier und Orchester von Schubert/Kabalewski mit dem RSO Wien folgte im Herbst 2019 ihr Orchester-Album mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken unter Shiyeon Sung, eine Einspielung der frühen Klavierkonzerte von Chopin und Paderewski. Im Sommer 2020 legte sie mit ihrem Trio Machiavelli ihr erstes Kammermusikalbum mit In-terpretationen von Ravels Klaviertrio sowie Chaussons Klavierquartett vor: »eine insge-samt beglückende Neuaufnahme (...) herrlich transparent, zugleich expressiv.« (BR Klassik). / Saison 2020/2021Howard Griffiths wurde in England geboren und studierte am Royal College of Music in London. Seit 1981 lebt er in der Schweiz. Von 1996 bis 2006 war Howard Griffiths Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters, dessen lange und ausgezeichnete Tradition er in jeder Beziehung erfolgreich weiter geführt hat. Dazu gehörten auch ausgedehnte Tourneen in Europa, den USA und China. Publikum und Presse haben auf diese Zusammenarbeit sowohl in der Schweiz wie auch im Ausland begeistert reagiert.Von 2007 bis 2018 war Howard Griffiths Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt. Sein Saisonstart wurde 2007 von der Presse begeistert aufgenommen: «Gleich machte Howard Griffiths klar, wohin die Reise mit ihm und dem Staatsorchester gehen wird: zu Leichtigkeit, Lockerheit und Transparenz ... neben aller gefühlvollen Intensität und ausdrucksvoller Schlichtheit wurden plötzlich Feinheiten und thematische Entwicklungen hörbar, die sonst im klangsüffigen Notenmeer untergehen würden. Das macht neugierig nach weiteren Griffiths´schen Repertoire-Offenbarungen.» (MOZ)Daneben ist er weltweit als Gastdirigent mit vielen führenden Orchestern aufgetreten dazu gehören das Royal Philharmonic Orchestra London, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre National de France, das Tschaikowsky Sinfonieorchester des Moskauer Rundfunks, das Israel Philharmonic Orchestra, das Orchestra of the Age of Enlightenment, die Warschauer Philharmonie, das Sinfonieorchester Basel, die London Mozart Players, das Orquesta Nacional de España, Taipei Symphony Orchestra, verschiedene Rundfunkorchester in Deutschland (das Orchester des NDR, die Radiophilharmonie Hannover, das Sinfonieorchester des WDR, das hr-Sinfonieorchester, die Deutsche Radio Philharmonie), das Polnische Kammerorchester sowie das English Chamber Orchestra und die Northern Sinfonia.Howard Griffiths engagiert sich auch regelmässig für zeitgenössische Musik. So leitete er mit dem Collegium Novum Zürich die schweizerische Erstaufführung von Hans Werner Henzes Requiem im Beisein des Komponisten und arbeitete eng mit Komponistinnen und Komponisten wie Sofia Gubaidulina, George Crumb, Arvo Pärt und Mauricio Kagel zusammen.Howard Griffiths ist immer wieder für neue, aussergewöhnliche Projekte zu begeistern: Er führte mit dem Sinfonieorchester Basel Gustav Mahlers 8. Sinfonie, die «Sinfonie der Tausend», mit über tausend Mitwirkenden auf zusammen mit dem Zürcher Kammerorchester (ZKO) entstanden erfolgreiche Crossover-Projekte etwa mit Giora Feidman, Roby Lakatos, Burhan Öcal oder Abdullah Ibrahim mit grossem Erfolg dirigierte er ebenfalls mit dem ZKO die Original-Musik zu Filmen von Charles Chaplin live zur Film-Projektion auf Grossleinwand.Mehr als hundert CD-Aufnahmen bei verschiedenen Labels (Warner, Universal, cpo, Sony, Koch u.a.) zeugen von Howard Griffiths´ breitem künstlerischen Spektrum. Sie enthalten zum Beispiel Werke von zeitgenössischen schweizerischen und türkischen Komponisten sowie Ersteinspielungen von wieder entdeckter Musik aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Dazu zählen auch mehr als 40 Sinfonien von Zeitgenossen Beethovens und der früher Romantiker. Seine Aufnahmen aller acht Sinfonien des Beethoven-Schülers Ferdinand Ries haben von der Kritik weltweit grosses Lob erhalten. Die Leserschaft der englischen Zeitschrift «Classic CD» wählte Griffiths´ Einspielung von Werken von Gerald Finzi als «Klassik-CD des Jahres» in dieser Kategorie. Grosses Lob erhielt auch die Einspielung aller vier Brahms-Sinfonien: « ... herausgekommen ist eine aufregend pulsierende Wiedergabe der Sinfonien ... Solche Höhenflüge sind allerdings nur mit einem Klangkörper möglich, der auf höchstem Niveau musiziert und auf Vertrauensbasis mit dem Dirigenten steht. Beides trifft auf das exzellente, hoch motivierte Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt zu.» (radioswissclassic)Howard Griffiths musiziert mit zahlreichen renommierten Künstlerinnen und Künstlern, wie unter anderem mit Maurice André, Kathleen Battle, Joshua Bell, Rudolf Buchbinder, Augustin Dumay, Sir James Galway, Bruno Leonardo Gelber, Evelyn Glennie, Edita Gruberova, Mischa Maisky, Olli Mustonen, Güher und Süher Pekinel, Mikhail Pletnev, Julian Rachlin, Vadim Repin, Maria João Pires, Fazil Say, Gil Shaham und Thomas Zehetmair.Abgesehen von der Zusammenarbeit mit renommierten Solisten und Orchestern ist Howard Griffiths äusserst engagiert in der Unterstützung und Förderung junger Musikerinnen und Musiker. Dies spiegelt sich in seiner Tätigkeit bei der Orpheum Stiftung zur Förderung junger Solistinnen und Solisten wider, deren künstlerischer Leiter er seit 2000 ist. Darüber hinaus setzt er sich besonders für die Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche ein: Während seiner Tätigkeit als künstlerischer Leiter des Brandenburgischen Staatsorchesters war er Initiator umfangreicher Education-Projekte mit jährlich mehreren hundert Schülern - dafür erhielt das Orchester in diesem Jahr den Sonderpreis der deutschen Orchesterstiftung «Innovatives Orchester». Daneben hat er zusammen mit dem Schweizer Hug-Verlag bereits drei erfolgreiche Musikbücher für Kinder geschrieben: «Die Hexe und der Maestro», «Die Orchestermäuse» sowie «Das fliegende Orchester», die jeweils mit der CD der Konzertfassung mit Sprecher erschienen sind und alle drei ausgezeichnet wurden.In der jährlichen «New Year´s Honours List», die Queen Elizabeth II jeweils zum Neujahrstag bekannt gibt, wurde Howard Griffiths 2006 wegen seiner Verdienste um das Musikleben in der Schweiz zum «Member of the British Empire» (MBE) ernannt.
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    Franziskus galt lange als Hoffnungsträger, jetzt scheint er von seinen Gegnern schachmatt gesetzt. Oder will der Papst gar nicht handeln? Marco Marzano, einer der besten Vatikankenner, analysiert die Lage der Kirche und den "Mythos Franziskus". Es gebe zwar Erfolge, doch insgesamt zeichnet Marzano das Bild einer bewegungslosen Kirche. Er benennt zahlreiche Gründe und deckt Strukturen auf, die den Papst an Reformen hindern. Ein Buch, das zeigt, was der Papst wirklich plant und warum sich die Kirche einfach nicht bewegt.Der Soziologe stellt zuerst die institutionellen und strukturellen Veränderungen des Katholizismus dar, die er, aber auch viele andere Gläubige, als die wichtigsten und dringlichsten empfindet. Es sind jene zentralen Punkte, die jeder, der die katholische Kirche verändern will, unweigerlich in Angriff nehmen müsste:-die Reform der Kurie-die Reform des Zölibats-die Rolle der Frauen-die Moral- und SexuallehreFür Marzano ist klar: Papst Bergoglio hat in den fünf Jahrenseit seiner Wahl keine einzige Reform durchgeführt und die Erwartungen derer, die auf strukturelle Veränderungen in der Organisation des Katholizismus gehofft hatten, nicht erfüllt.Marzano stellt weiter die Frage, wie dieses Scheitern eines reformerischen Handelns gedeutet werden kann. Interessanterweise kommt er zu dem Schluss, dass eine Veränderung der Kirche, womit er eine Milderung ihres klerikalen, männlichen, hierarchischen und zentralistischen Charakters meint, weder wahrscheinlich noch aus streng funktionaler Sicht überhaupt notwendig ist. Zwei Aspekte verhindern die nötigen Reformen: zum einen die organisatorische Trägheit der großen kirchlichen Struktur, zum zweiten fehlt es an einer wirklich tiefgreifenden Krise, die bewirken könnte, dass Veränderungen auf den Weg gebracht werden.Das dritte Kapitel widmet sich ganz Papst Franziskus und der Untersuchung der wichtigsten und typischsten Merkmale seines Pontifikats. Dabei geht es nicht um die Arbeitsweise der kirchlichen Struktur, die der Papst völlig unangetastet gelassen hat, sondern um die Ausübung des Papsttums, Franziskus' persönliche Botschaft. Dabei richtet er sein Augenmerk auf Franziskus' Aufmerksamkeit für wirtschaftliche und soziale Fragen und die »Politik der Freundschaft«. Außerdem beleuchtet er die konzertierte Kampagne gegen den argentinischen Pontifex, die eine Handvoll seiner Gegner losgetreten hat, um ihm die Legitimität abzusprechen.Marco Marzano legt eine sachliche, kritische Analyse des "Phänomens Franziskus" vor. Er zeigt, dass der Papst "als Vertreter der Institution bewiesen hat, dass er über exzellente Kommunikationswerkzeuge verfügt, die ihn vermutlich zur populärsten, beliebtesten Persönlichkeit der Welt gemacht haben: zum Fährmann, der das alte Schiff des Katholizismus durch die Wohlstands- und Bildergesellschaft steuert." Aber ein Reformer ist er nicht. Ein Buch, das einerseits ernüchtert, aber zugleich falsche Hoffnungen ausräumt und Platz macht zu fragen, was jetzt wirklich wichtig ist und wie es weitergehen kann.
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    Eduard Steuermanns Leben und Schaffen verkörpert genuin die kontroverse Diversität der Moderne. Mit seiner Korrespondenz wird der Zugang zu einer faszinierenden Musikerpersönlichkeit eröffnet und eine bedeutende Quelle zur Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts erstmals erschlossen.Eduard Steuermann wurde 1892 im ost-galizischen Sambor, nahe Lemberg, in der heutigen Ukraine geboren. Er kam als 19-Jähriger in die Meisterklasse von Ferruccio Busoni und begann 1912 Komposition bei Arnold Schönberg zu studieren, mit dem er lebenslang in einer oft schwierigen Situation verbunden blieb, weil an dem "Mann Moses" mit den Gesetzestafeln der neuen Musik nicht einfach vorbeizukommen war. In den 1920er Jahren befreundete sich Steuermann in Wien mit seinem Klavierschüler Theodor W. Adorno, Alban Berg und Anton Webern und gehörte zum Kreis um Karl Kraus, dessen Auffassung von einer rigorosen Ethik der Ästhetik er annahm und lebenslänglich praktizierte. 1936 floh er im Angesicht der nationalsozialistischen Verfolgung in die USA, wo seine Schwester Salka Viertel in Santa Monica ein offenes Haus führte, in dem die illustre Emigrantenkolonie auf die Größen Hollywoods von Greta Garbo bis Charlie Chaplin traf. Steuermann war regelmäßig bei seiner Schwester zu Gast und kam hier auch zum Komponieren, baute sich sein Leben als Pianist aber in New York auf, wo er schließlich für ein Jahrzehnt an der Juilliard School of Music lehrte, und konzertierte mit teils überwältigenden Erfolgen wie einem reinen Chopin-Recital. Nach Schönbergs Tod 1951 fiel auch die große Last dieses Übervaters von ihm ab. In einem Akt der Befreiung von dessen Bann schuf Steuermann ein bedeutendes, facettenreiches Gesamtwerk zwischen der Schönberg-Schule, dem Neoklassizismus und der Darmstädter Avantgarde mit ganz eigensinnigen musikalischen Ausrichtungen.Die Ausgabe ist auf zwei Bände angelegt und bietet den Lesern neben den mit einführenden Essays versehenen, kommentierten Korrespondenzen eine ausführliche Grundlegung, in der wesentliche Aspekte der Briefwechsel entfaltet werden. Der erste Band ist den Korrespondenzen mit Arnold Schönberg, Theodor W. Adorno und René Leibowitz gewidmet. Die Korrespondenz zwischen Steuermann und Schönberg, die von 1912 bis in Schönbergs letzte Zeit reicht, macht eine bedeutsame, aber tief ambivalente und konfliktbeladene Beziehung auf einzigartige Weise lebendig. Der ebenfalls umfangreiche, einen zeitlichen Rahmen von vier Jahrzehnten umspannende Briefwechsel von Steuermann und Theodor W. Adorno ist thematisch außerordentlich weit gefächert und berührt das Leben im Exil ebenso wie Fragen der musikalischen Interpretation und im Zusammenhang je eigener Kompositionen das kontrovers beurteilte Verhältnis zur Avantgarde nach 1945. In diesen Briefwechsel eingeschlossen werden Teile des Briefwechsels zwischen Adorno und Leibowitz. An dritter Stelle steht der Briefwechsel mit dem Dirigenten und Komponisten René Leibowitz, der nochmals ganz eigene Akzente, etwa auf die Kompositionen von Steuermann und Leibowitz, die Beethoven-Interpretation, musiktheoretische Schriften zur Neuen Musik und die Aufführung der Werke von Schönberg und Anton Webern setzt.
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