35 Results for : vorbemerkung

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    Wer das Marx'sche ökonomische Denken in seiner ganzen Breite und Tiefe begreifen will, muss »Das Kapital« studieren. Aber bereits Marx hat es in einer Vorbemerkung zu der französischen Ausgabe angesprochen: »Es gibt keinen Königsweg für die Wissenschaft, und nur jene haben das Glück, auf ihre leuchtenden Gipfel zu gelangen, die nicht fürchten, beim Erklimmen ihrer steilen Pfade zu ermüden.« Was aber sollen jene tun, denen das nicht möglich ist, die dennoch zu einem politisch aktiven Handeln erst ermöglichenden Verständnis ihrer sozialökonomischen Lage gelangen wollen?Diese Frage hatte schon Zeitgenossen von Marx und Engels bewegt, aber erst nach Engels' Tod hatte Marx' Tochter Eleanor das Manuskript entdeckt und 1898 in englischer Sprache veröffentlicht. Damit wurde eine populäre Einführung in die politische Ökonomie des Kapitalismus großen Teilen auch Arbeiterinnen zugänglich.Im ersten Teil behandelt Marx alltägliche Oberflächenphänomene: Lohn, Preis und Profit, Angebot und Nachfrage, Produktion und Geldumsatz. Auf die Grundlagen seiner Argumentation kommt er erst im zweiten Teil zu sprechen und weist auf einen zentralen Aspekt seiner Herangehensweise hin: »Wissenschaftliche Wahrheit ist immer paradox vom Standpunkt der alltäglichen Erfahrung, die nur den täuschenden Schein der Dinge wahrnimmt.« Er behandelt daher die Frage, wie der Wert einer Ware bestimmt wird. Damit ist er bei der Grundlage allen Wirtschaftens angelangt, der Arbeit: »Was der Arbeiter verkauft, ist nicht direkt seine Arbeit, sondern seine Arbeitskraft, über die er dem Kapitalisten vorübergehend die Verfügung überlässt.« Darauf basiert das ganze Ausbeutungsverhältnis, der stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse.Marx konfrontiert seine Zuhörerinnen mit der unerbittlichen Realität: Den »Ruf nach Gleichheit der Löhne« hält er für einen »unerfüllbar törichten Wunsch«. Genauso räumt er mit dem gängigen Vorurteil auf, Kapitalist erziele Profit, weil er Waren zu einem Preis über ihrem Wert verkauft. Abschließend behandelt er den Kampf zwischen Kapital und Arbeit: »Gewerkschaften tun gute Dienste als Sammelpunkte des Widerstands gegen die Gewalttaten des Kapitals. Sie verfehlen ihren Zweck zum Teil, sobald sie von ihrer Macht einen unsachgemäßen Gebrauch machen. Sie verfehlen ihren Zweck gänzlich, sobald sie sich darauf beschränken, einen Kleinkrieg gegen die Wirkungen des bestehenden Systems zu führen, statt gleichzeitig zu versuchen, es zu ändern, statt ihre organisierten Kräfte zu gebrauchen als einen Hebel zur schließlichen Befreiung der Arbeiterklasse, d.h. zur endgültigen Abschaffung des Lohnsystems.«
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    Ein Mosaik aus bunten, verschieden großen SteinchenSiegfried Gohr blickt auf 50 Jahre voller Begegnungen in der Kunstwelt zurück, in der er als Museumsdirektor (1978-1985 Kunsthalle Köln, danach bis 1991 Museum Ludwig Köln) sowie als Professor für Kunstwissenschaft und Mediengeschichte in Karlsruhe (1993-2004) und für Kunstgeschichte in Düsseldorf (2006-2014) tätig war. Legendär geworden ist dabei die große Überblicksschau »Bilderstreit« 1989 in den Kölner Messehallen, die er zusammen mit Johannes Gachnang kuratierte. In unserem Band führt er die Leserinnen und Leser anekdotisch durch seine Interessensgebiete - beginnend mit dem Bericht von einer Seminarreise als junger Kunststudent in den USA mit einem Besuch bei Quappi Beckmann, gefolgt von seinen Aufenthalten in Paris, wo ihn die internationale Szene der Museen, Händler und Sammler in den Bann zieht - ein Interesse, das ihn bis in die 1990er Jahre auch mit dem Großsammler Peter Ludwig in Verbindung bringt. Prominenten Raumnehmen seine Erinnerungen an die Treffen und immer wieder auch freundschaftlichen Beziehungen mit Künstlern ein: Georg Baselitz, Joseph Beuys, Anthony Cragg, Günther Förg, Renato Guttuso, Antonius Höckelmann, Jörg Immendorff, Konrad Klapheck, Per Kirkeby, Markus Lüpertz, A. R. Penck und Sigmar Polke widmet er einzelne Kapitel. Seine vielfältigen Beziehungen haben ihn in die erste Reihe der Kunstpublizisten der Nachkriegszeit gestellt, zu seinen Veröffentlichungen zählen neben unzähligen Katalogbeiträgen Monografien über Pablo Picasso, René Magritte und Markus Lüpertz sowie die Herausgeberschaft der Werkverzeichnisse von Ernst Wilhelm Nay, Max Beckmann und Jörg Immendorff. In Siegfried Gohrs Vorbemerkung heißt es: »Diese Erinnerungen betreffen eine verschwundene Welt, die noch von Optimismus und Tatendrang im Rheinland geprägt war. Damals fühlten sich die Menschen im Zentrum eines kulturellen Wandels, der nicht zuletzt in den Museumsneubauten einen sichtbaren Ausdruck fand. Als inden 1980er Jahren von einer neuen 'Unübersichtlichkeit' die Rede war, ahnten wohl die wenigsten, dass diese Situation noch erheblich steigerbar sein würde bis zum heutigen Tage.« Das Neue, so ließe sich daraus folgern, hat nur eine solide Basis, wenn es auf historischem Wissen fußt, dem Alten also gewissermaßen auf den Schultern steht.Mit einzelnen Kapiteln zu: Quappi Beckmann, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Anthony Cragg, Günther Förg, Johannes Gachnang, Renato Guttuso, Wolfgang Hahn, Antonius Höckelmann, Jörg Immendorff, Fred Jahn, Knud W. Jensen, Konrad Klapheck, Per Kirkeby, Peter und Irene Ludwig, Markus Lüpertz, Elisabeth Nay-Scheibler, A. R. Penck, Sigmar Polke, Wolfgang Rihm, Isabelle Rouault, Johannes Wasmuth
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    Briefe eines reisenden Franzosen - Vorbemerkung: Boehncke Heiner; Sarkowicz Hans. 1. Auflage: ab 99 €
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