54 Results for : fatalismus

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    Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Didaktik - Französisch - Literatur, Werke, Note: 2,3, Universität Potsdam (Romanistik), Veranstaltung: Diderot, Sprache: Deutsch, Abstract: Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit soll der Roman "Jacques le fataliste et son maître" von Denis Diderot dahingehend analysiert werden, inwieweit sich die Beziehung von Jacques und seinem Herrn vom klassischen Herr - Diener - Verhältnis unterscheidet. Ist ihr vertrautes Verhältnis Ausdruck von wahrer Freundschaft oder vielmehr eine notwendige Maßnahme, die zum Zwecke der Selbsterhaltung dient? Woran lässt sich die Überlegenheit des unterlegenen Dieners festmachen?Im zweiten Teil soll schließlich die enge Verknüpfung der Herr - Knecht - Thematik zur fatalistischen Weltanschauung in Diderots Roman aufgezeigt werden. Wie ist es zu erklären, dass der Herr, der von der freien Willensausübung des Menschen überzeugt ist, sich derart passiv verhält, während sein dem Fatalismus zugewandter Diener sichstets als tatkräftig und mutig präsentiert. Im zweiten Abschnitt soll die Bedeutung der christlichen Moral für das Herr - Diener- Verhältnis offengelegt werden. Hierbei ist zu klären, ob Jacques' fatalistische Haltung auf dem Glauben an eine göttliche Vorsehung basiert oder vielmehr einem logischen Ursache-Wirkungsprinzip entspringt, das ihn zum vorausschauenden Denken befähigt. Im letzten Abschnitt des zweiten Teils soll schließlich die Frage geklärt werden, inwieweit der Mensch bereits durch seine Geburt an seine gesellschaftliche Rolle gebunden ist und ob es ihm innerhalb eines gesellschaftlichen Systems überhaupt möglich ist, je ganz Herr über sich selbst zu werden. Anschließend sollen die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit in einer Schlussfolgerung zusammengefasst werden.
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    «Eines der schönsten Prosawerke des Jahrhunderts, voller Traurigkeit, voller Weisheit, voller Schrecknis» (Peter Wapnewski)Nicht nur jedem Anfang, auch so manchem Ende wohnt ein Zauber inne. Joseph Roth, literarischer Kronzeuge der Donaumonarchie, bringt deren endzeitlichen Zauber noch ein letztes Mal zum Aufleuchten. «Radetzkymarsch», sein berührendes Requiem auf das alte Österreich, ist selbst durchdrungen von jener taktvollen Grazie, der es in einer unzeitgemäßen Welt nachspürt.Ein gütiger Patriarch wacht in weisem Ratschluss über seine Untertanen, die Weltordnung der Habsburger scheint unvergänglich. Doch hinter kaiserlichem Glanz und Gloria mehren sich die Anzeichen des Verfalls. In Marsch- und Walzerklänge mischen sich Trommelwirbel und schrille nationalistische Töne. Franz von Trotta, Spross einer vom Kaiser protegierten Familie, wird gewahr, dass die Welt, die er als k.u.k.-Beamter in der böhmischen Provinz bis in die letzte Faser seines Wesens repräsentiert, längst dem Untergang geweiht ist. Bald wird nichts mehr sein, wie es einmal war. Der liebenswürdige Melancholiker Roth (1894-1939) hat die «Welt von Gestern» von ihrem Ende her vermessen. Er zeigt den Anachronismus eines Reichs, das zusehends in lähmendem Fatalismus versinkt, verschweigt nicht die schrittweise Aushöhlung schwarzgelber Traditionen, des Kaisers «unbarmherzigen Glanz», offenbart aber zugleich die bis heute ungebrochene Faszination: den hohen Ehrbegriff, die geistreiche Sinnlichkeit, die legere und genießerische Lebensart. Mit leiser Wehmut, dabei so unbestechlich, wie es einem Chronisten zukommt, zeigt er das Nebeneinander von Strenge und Eleganz, Noblesse und Biedersinn, Souveränität und Unvermögen. Der «Radetzkymarsch», lange Zeit nur in entstellter Textgestalt zugänglich, wird hier in der vom Autor beglaubigten Erstfassung von 1932 vorgelegt.
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    Der elfjährige Moses lebt allein mit seinem Vater, einem verknöcherten Rechtsanwalt, in Paris. Täglich kauft er in Monsieur Ibrahims Laden ein, dem Araber in der Rue Bleue, die so wenig blau ist, wie Monsieur Ibrahim ein Araber. Denn "Araber" bedeutet in der Branche: durchgehend geöffnet, von 8 Uhr bis Mitternacht. Zwischen dem alten Mann und dem Jungen, der am Haushaltsgeld spart, um zu den Huren zu gehen, entspinnt sich eine wunderbare Freundschaft. Mit dieser Erzählung, die auch die Spielarten des muslimischen Glaubens thematisiert, schuf Eric-Emmanuel Schmitt eine zauberhafte Parabel über Toleranz, Weisheit und Fatalismus. Den Überraschungs-Bucherfolg aus Frankreich, der auch in Deutschland die Bestsellerlisten stürmte, liest Matthias Ponnier. Eric-Emmanuel Schmitt, geboren am 28. März 1960 in St-Foy-les-Lyon, studierte Musik in Lyon und Philosophie in Paris. Mit 26 Jahren schloss er seine Dissertation über "Diderot und die Metaphysik" ab. Von 1986 bis 1993 lehrte er Philosophie in Besançon und an der Université de Savoie in Chambéry. Seit Beginn der 90er Jahre arbeitet er als Romancier, Dramatiker und Autor für Theater, Film und Fernsehen. Seit 1991 wurden sechs seiner Theaterstücke uraufgeführt - Eric-Emmanuel Schmitt ist heute neben Yasmina Reza der im In- und Ausland meistgespielte Bühnenautor Frankreichs, seine Stücke sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Eric-Emmanuel Schmitt lebt in Paris und Irland. Matthias Ponnier wurde am 26. März 1940 in Berlin geboren. Seine Karriere begann als Theaterschauspieler. Seit über 30 Jahren ist er in zahlreichen Fernsehfilmen und -serien zu sehen, u. a. in "Tatort", "Polizeiruf 110" und "Kinderärztin Leah". Matthias Ponnier gilt gleichzeitig als renommierter Synchron- und vielbeschäftigter Hörspielsprecher, u. a. in "Die fünfte Frau" von Henning Mankell, "Inspektor Jury" von Martha Grimes und J. R. R. Tolkiens "Der Herr der Ringe".
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    England, 1587: Der Weg unseres Helden zum Lehrjungen ist noch weit. Erst einmal wird er als winziges Bündel im Waisenhaus abgegeben, wo er neben Gerstenbrei und einer gelegentlichen Tracht Prügel auch seinen Namen erhält: »Als Mistress MacGregor sah, wie zerbrechlich ich war, rief sie aus: 'Ach, was für ein armes Hottemäxchen!' Von diesem unglücklichen Ausruf stammt der Name Hotte, der jahrelang wie Pech an mir klebte. Es hätte natürlich schlimmer kommen können. Sie hätten mich auch Klepper rufen können.« Sieben Jahre wartet Hotte vergeblich auf eine Adoptivfamilie - Zeit genug, um das Leben zu durchschauen: Recht ist das, was einem Vorteil bringt, Unrecht das, was einem schadet - und das Wichtigste ist, sich nicht erwischen zu lassen! Ausgestattet mit diesem Erfahrungsschatz, einer Portion Fatalismus und dem Glauben an ein Fünkchen Grips in seinem Kopf, landet Hotte bei seinem ersten Herrn. Der kauzige Dr. Bright ist Heilkundiger, Prediger und Verfasser einer trockenen Abhandlung über die Melancholie. Er bringt Hotte umgehend Lesen und Schreiben bei - in einer selbst erfundenen Kurzschrift, mit der Hotte die alchemistischen Versuche, vor allem aber die Sonntagspredigten in den Nachbardörfern mitschreiben soll. Als Hotte vierzehn ist, kauft ein gewisser Mr. Bass aus London, der von der Chiffrologie des Doktors Wind bekommen hat, diesem kurzerhand den Lehrjungen ab. »'Behaltet ihn gut im Auge', rief der Doktor uns nach. Ich hielt dies für seine Art, Sorge um mein Wohlbefinden auszudrücken. Doch dann fügte er hinzu: 'Er wird recht träge, wenn man ihn nicht hin und wieder mit dem Stock auf Trab bringt.'«Mr. Bass ist Leiter einer Theaterkompanie, gewiefter Geschäftsmann und verspricht sich von den Stenografiekünsten seines neuen Lehrjungen einigen Nutzen: Hotte soll während einer Aufführung im Globe Shakespeares neuestes Stück 'Hamlet' mitschreiben, damit Mr. Bass es in seinen eigenen Spielplan aufnehmen kann, ohne Tantiemen zuzahlen!Doch der Provinzjunge Hotte, den schon Londons quirlige Straßenszenen überwältigen, wird von der Theateratmosphäre und dem Schauspiel vollends in den Bann geschlagen - am Ende der Aufführung hat er nur bruchstückhaft mitgeschrieben. Um der Tracht Prügel von Mr. Bass zu entgehen, versteckt Hotte sich im Theater. Und um der Tracht Prügel zuvorzukommen, die er seitens der Schauspieler fürchtet, als diese ihn entdecken, erklärt er, er wäre gekommen, um Schauspieler zu werden. Das Überraschende: Die Truppe bietet ihm tatsächlich eine kleine Rolle an!Und es zeigt sich, dass Lehrjungen, die mit viel Prügel groß geworden sind, nicht die schlechtesten Schauspieler und Lügner sind. Jedoch verwendet Hotte seine Fertigkeiten anfangs eher darauf, seine Theaterkollegen zu täuschen, um das Stück doch noch zu kopieren. Zu sehr fühlt er sich seiner alten Rolle verpflichtet. Erst langsam kapiert er, dass man sich manchmal die Rolle, die man spielen möchte, selbst aussuchen kann.
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